Start in Ioannina

20.07.2015

Noch vor einer Woche haben wir die Überresten von unserem Abschieds – Apero zusammengeräumt. Jetzt sitze ich schweissverklebt im Hotelzimmer. Unser Auto steht auf einem nahegelegenen Parkplatz, vollgepackt mit Hab und Gut für ein Jahr in Griechenland.
Vierundzwanzig Stunden mit dem Schiff von Venedig nach Igumeniza; das war gut, sich so langsam dem Süden zu nähern. Den ersten griechischen Salat und die heiß geliebten gefüllten Tomaten in Igumeniza, dann nichts wie los mit unserem Bündner Auto übers Land Richtung Ioannina.
Keine Ahnung was uns bevorsteht. Die Landschaft hier gefällt uns. Endlos viele bewaldete Hügel, mediterrane Vegetation. Verschlafene Dörfer, gegerbte Gesichter, schwarz gekleidet. Ein paar Ziegen und überall kleine Gärten mit Tomaten, Gurken, Auberginen, Bohnen, Erbsen.
Ein Bad im Fluss auf dem Weg zur malerischen Stadt Ioannina; gottlob, das war eine gute Idee. Denn der See, an dem Ioannina liegt ist seit Jahren vergiftet, von der Landwirtschaft überdüngt. Deutlich grün ist das Wasser, spezielle Algen verfärben es gespenstisch. Immer wieder der Drang nach einer Abkühlung, doch die Vernunft hält uns davon ab.
Es ist tatsächlich so, die Griechen stehen Schlange vor jedem Bankomat. Die Kneipen sind  voll diskutierender, gestikulierender Griechinnen und Griechen; sind sie alle hier in den Ferien oder etwa ohne Arbeit? Adrett gekleidet, wie auch ihre Häuser, gut imstande.