Abschied von Diafani und Karpathos

27.09.2015

Die letzte Woche hier in Diafani verbringen wir mit Raphael. Er ist bei uns zu Besuch und soll so viel als möglich vom Norden der Insel zu sehen bekommen. So ist die letzte Woche geprägt von Ausflügen an all die schönen Strände wie Achnotia, Ajas Minas, Achata, Opsi, Papa Minas und einigen andern schönen Buchten. Wir wandern über die Insel Saria und baden am Strand von Palatia. Pilgern zu den dorischen Gräbern und zum Fischbecken in Wurgunda... All die Orte, die uns am meisten ans Herz gewachsen sind, können wir so vor dem Verlassen der Insel nochmals besuchen.

Eine neue Erfahrung mit unserem älteren Sohn Ferien zu machen. Ein natürlicher Abstand voneinander hat sich in den letzten Jahren gebildet welcher interessante Diskussionen ermöglicht. Wir haben es lustig aber auch spannend zusammen.

Für die griechischen Kinder sollte jetzt eigentlich die Schule begonnen haben. Doch überall spielen sie noch auf der Strasse. Dionyssía, die Mutter der zehn jährigen Fula erklärt: das ist jedes Jahr so. Für abgelegene Inseln gibt es jedes Jahr neue Lehrer. Hierher werden nur frisch ausgebildete Lehrer geschickt. Und das dauert jeweils seine Zeit, bis alle verteilt sind. Natürlich hat niemand Lust, an einem so abgelegenen Ort zu unterrichten. Hat dann die Verteilung erst mal stattgefunden, müssen die Lehrer noch nach Diafani reisen, was auch nochmals Zeit braucht. Alles in allem verspätet sich der Schulanfang so um bis zu zwei Wochen... Gleich ist es mit den Ärzten, nur hat keiner mehr Lust, weder in Diafani noch in Olympos zu praktizieren. So muss man halt in die 1 ¼ Stunden entfernte Hauptstadt zum Arzt.

Es ist nicht einfach von hier zu gehen, vieles hält uns zurück. All die lieben Leute vom Dorf die uns das Gefühl gaben, willkommen zu sein, die uns Einblick in ihre Freuden und Schwierigkeiten gewährten, die uns aus ihren Gärten beschenkt haben... Es sind unbezahlbare Schätze, die wir da erhalten haben!